Die Zeit der aktuellen Covid-19 Krise stellt für alle Menschen auch eine psychische Belastung dar. Manche von ihnen kommen besser zurecht, andere weniger gut. Vor allem Menschen, die schon an einer psychischen Erkrankung leiden, können besonders unter der sozialen Isolation oder Ängsten vor der Infektion leiden. Es verwundert nicht, dass in solchen Zeiten bekannte aber auch unbekannte Ängste auftreten. Diese können tagsüber präsent sein oder auch nachts in Träumen in vielerlei Gestalt auftreten. Ängste sind für uns Menschen jedoch etwas ganz normales. Psychisch Vorbelastete bleiben allerdings öfter und leichter in Angst verharrend in einer angespannten Grundstimmung, die den Alltag und die Umgebung beeinflussen. Menschen, die sich schon vorher isoliert haben, aus gesundheitlichen Gründen oder psychischen Ängsten, werden von der sozialen Isolation vielleicht weniger getroffen.

Medial werden die psychischen Belastungen durch die Veränderungen auch beleuchtet und immer wieder auch Expert*innen befragt. Ängste betreffen uns also alle.

Was sind denn die schwierigsten Punkte?

  • Angst vor einer Ansteckung gefolgt von einer Erkrankung
  • Angst andere anzustecken, wie die eigenen Kinder oder die betagten Eltern
  • Ängste zu sterben oder dass ebene auch Menschen die einem nahe stehen sterben könnten
  • Angst seine Lieben nicht mehr sehen zu können
  • Ängste vor Einkommensverlust oder Jobverlust, oder dass Kredite nicht mehr bezahlt werden können
  • Angst die Wohnung bzw. das Heim zu verlieren
  • Angst seine Firma zu verlieren, Angestellte kündigen zu müssen etc.
  • Angst davor zu Verhungern, Verdursten oder „sein Suchtmittel“ nicht mehr zu bekommen

Ängste sind vielfältig und treten entweder konkret auf die Situation bezogen auf, oder stellvertretend in anderer Form.

Menschen, die schon an einer Angststörung leiden, können angfänglich sogar eine Erleichterung verspürt haben, nach dem Motto „endlich verstehen mich die anderen“. Leider bleibt es aber nicht dabei und die Ängste verschieben sich, selbst die korrekte Händedesinfektion ist nicht mehr gut genug oder die Masken nicht dicht genug. Die Menschen, die mir draußen begegnen können, auch wenn sie Masken tragen, werden mich sicher anstecken, und so weiter.

Anhaltende starke Ängste könne zu Zwängen werden und auch in eine Paranoia münden. Daher ist Unterstützung und Hilfe notwendig, wenn man nicht mehr zurecht kommt.

Hier einige nützliche Tipps:

  • Bekämpfen sie ihre Angst und machen sie sich bewusst, dass wir uns gut schützen können und die propagierten Schutzmaßnahmen tatsächlich funktionieren
  • Kommunizieren sie mit ihren Angehörigen und Freunden, per Telefon, Chat etc.
  • Persönliche Kontakte sind trotz der Beschränkungen (lt. Regierung) möglich und legitim – beachten sie die Schutzmaßnahmen!
  • Gehen sie regelmäßig ins Freie, zB eine Stunde spazieren, wir brauchen Bewegung!
  • Vermeiden sie vermehrten Genuss von Alkohol oder anderen Suchtmitteln
  • Sprechen sie mit ihrem Arzt oder Ärztin über Medikamente oder Behandlungen, bevor sie beginnen vorhandene Medikamente in Eigenregie einzunehmen.
  • Sollten sie regelmäßig ein Suchtmittel konsumieren, dann wenden sie sich umgehend an ihren Arzt oder Ärztin